Stahl 2011 Flashback Scheurebe trocken Franken

Schluss mit dem Gejammer und Gezeter – der zweite stahlsche Tropfen war etwas besser als der hochgelobte „Hasennest“ Müller-Thurgau:

Die trockene Scheurebe „Flashback“ (wieder so ein sehr cooler Name) stammt ebenfalls aus der mittleren „Damaszener Stahl“ Reihe und  gefällt mit ihren netten, freundlichen Aromen und ihrer fast nicht vorhandenen Kitschigkeit. Sie erinnert tatsächlich an anständigen Sauvignon Blanc ohne Übersee – Aromahefen und transportiert keine Spur von (sortentypischem) Katzenpipi in die Nase des Trinkers.

Hier ist der Umgang mit dieser heiklen Aromasorte recht beispielhaft, obwohl ich nicht glaube, dass ein ähnliches Husarenstück wie dereinst mit dem Müller – Thurgau gelingen wird… Es ist nämlich seit ein paar Jahren erklärtes Ziel des Hauses, auch die Scheurebe bei ebenso hippen wie anspruchsvollen Weintrinkern zu etablieren. Dafür erscheint mir jedoch auch der vorliegende, durchaus ansprechende Wein ein wenig zu verhalten und die Konkurrenz aus anderen Anbaugebieten zu groß!

Man hat nämlich längst deutschlandweit das Potenzial der Traube erkannt und es gibt reichlich eindruckvolle Exemplare von edelsüß bis furztrocken. Wenn ich da nur an meine jüngste Empfehlung von Sinß an der Nahe denke…

Enden möchte ich mit versöhnlichen Worten: Ich habe bislang nur einen kleinen Teil der diesjährigen Kollektion verkostet und möchte mir daher kein umfassendes Urteil anmaßen! Ich werde in den nächsten Wochen sehr genau die Pinot – Cuvée, den „Sommer 2012“ und den Secco von Stahl verkosten und versuchen, möglichst unemotional zu urteilen. Dem ebenfalls im Paket befindlichen Premium – Silvaner „Edelstahl“ werde ich die Zeit bis zum Öffnen geben, die ein solcher vermeintlicher Kracher verdient hat. Allerdings bin ich schon mehr als traurig, dass ich wohl – zumindest vorerst – einen meiner Lieblinge verloren habe…

um 9€ ab Hof 

SCHUMANNS WEINBLOG

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