Beiträge

Trinken gehen: Weinstelle Nürnberg

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Schumann unterwegs – Gutes ganz nah

 

[dropcap2]D[/dropcap2]ie geneigte Leserschaft wird es längst vermutet haben: Auch ein Schumann trinkt privat. Als wären all die Verkostungsmuster und Probereihen nicht schon genug der alkoholischen Bedröhnung, begebe ich mich einigermaßen regelmäßig auch auswärts auf die Pirsch nach Weinen, die dann – man höre und staune bitte nicht – noch nicht einmal in mein klassisches „Jung, deutsch und vielleicht auch wild“ – Beuteschema passen müssen. Weiterlesen

3 Zeilen 2013 Unplugged

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Bin nur ich so drauf? Realitätsüberprüfung auf höchstem Niveau

 

[dropcap2]D[/dropcap2]ass ich eine besondere Liebesbeziehung zu den Weinen der Weinmanufaktur 3 Zeilen in Rödelsee pflege, sollte dem geneigten Leser inzwischen klar sein. Vom ersten Schluck an imponierte mir die Kompromisslosigkeit, mit der Jungwinzer Christian Ehrlich seine ureigensten Vorstellungen umsetzt. Und die Lockerheit, mit der er auf so gut wie jede Konvention pfeift… Weiterlesen

Winzerportrait: Weinmanufaktur 3 Zeilen Rödelsee Franken

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Weinmanufaktur 3 Zeilen – Individualismus pur im Steigerwald

 

[dropcap2]M[/dropcap2]ittlerweile kann ich guten Gewissens behaupten, dass ich in Weindeutschland ein wenig herumgekommen bin. Ich mag vergleichsweise spät damit begonnen haben, mich wirklich intensiv und zumindest semiprofessionell mit dem Getränk der Getränke zu befassen, aber ich hole auf… Was mir jedoch in erst vor kurzem im fränkischen Rödelsee zugestoßen ist – das Gute liegt tatsächlich oft so nah -, das sucht in der Tat seinesgleichen: Ich möchte nicht über die Maßen ins Schwärmen geraten, aber Winzer Christian Ehrlich und seine Gattin Alexandra verfolgen mit ihren markanten und durchaus fordernden Bioweinen eine Philosophie, die derart exakt auf meine persönlichen Vorlieben zugeschnitten ist, dass es mich fast schon gruselt… Weiterlesen

3 Zeilen 2012 Blanc

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Weinmanufaktur 3 Zeilen – Wilde Heimat, unbekannte Heimat

 

[dropcap2]E[/dropcap2]s ist schon unfassbar, was für einen Fundus an unentdeckten Schätzen Weinfranken noch immer zu bieten hat! Gerade einmal eine forsch durchgezogene Autostunde von meinem ansonsten etwas abseitigen Domizil entfernt, stehen die ersten Reben an den Hängen des Steigerwaldes und liefern längst weit mehr als rustikales Ausgangsmaterial für bieder-erdige Silvaner und muskatkitschige Müller-Thurgaus. Wie in allen anderen Teilen des Gebietes, so ist auch an dessen südöstlichem Rand in den letzten ereignisreichen Jahren mehr als nur etwas Dynamik aufgekommen. Zu den wenigen seit langem etablierten Größen haben sich neue gesellt und inzwischen müssen sich die vergleichsweise verschlafenen Winzerdörfer rund um Iphofen beileibe nicht mehr hinter der –  zumindest äußerlich etwas feudaler und weltläufiger anmutenden – Konkurrenz am Maindreieck versteckten… Weiterlesen

Weingut Materne und Schmitt: Premium-Startup an der Terrassenmosel

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Materne und Schmitt – Frischer Wind aus der Bildungslücke

 

[dropcap2]D[/dropcap2]ass ich ein großer Moselfan bin, brauche ich wohl nicht mehr wirklich explizit zu erwähnen. Wer Schumanns Weinblog seit seinen ersten Anfängen verfolgt, der weiß, dass mich – trotz meiner fränkischen Herkunft – mehr als nur ein kleiner Tropfen Herzblut mit den Rieslingen dieses landschaftlich wohl schönsten aller deutschen Anbaugebiete verbindet. Allerdings beschränkt sich meine Erfahrung weitestgehend auf Weine vom Mittellauf des Flusses und von Saar und Ruwer. Die Untermosel, gemeinhin und aus gutem Grund auch Terrassenmosel genannt, entzog sich bisher jedoch weitestgehend meinem Wissens- und ganz realem Durst. Bis auf ein paar prominente Pflichtschlucke hatte ich seit Beginn meiner ernsthaften Beschäftigung mit dem Thema Wein nicht viel von den rebbepflanzten Schwalbennestern stromabwärts von Zell in meinem Glas… Weiterlesen

Ruck 2011 Estheria Scheurebe trocken

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Der andere „Reparaturwein“

 

[dropcap2]G[/dropcap2]lücklicherweise habe ich es um die Jahreswende mit der Trinkerei nicht derart übertrieben, wie oft in der Vergangenheit. Daher sehe ich mich auch nicht gezwungen, in den allgemeinen Verkaterungschoral der Webgemeinde einzustimmen und muss angesichts böllerbedeckter Straßen und kurzlebiger guter Vorsätze auch keinen leichten und lustigen Wein empfehlen, der die Nachwirkungen eines tagelangen kapitalen Vollrausches erträglicher machen soll. Dennoch handelt es sich bei meinem heutigen Kandidaten definitiv um einen sogenannten „Reparaturwein“ – wenn auch nicht im mittlerweile gebräuchlichen Sinne… Weiterlesen